Wir nehmen Abschied von . . .
DI Nitsche
Heinrich
Mit Heinz Nitsche sen. hat uns ein begeisterter Modellflieger und Freund nach langer und schwerer Krankheit im 69. Lebensjahr für immer verlassen. Schon in seiner frühen Jugend hat sich Heinz Nitsche für den Modellflug mehr als nur interessiert und schon seinerzeit im Kreise seiner steirischen Modellflugkollegen beachtliche Erfolge in den Klassen Frei- und Fesselflug erzielt.
Es war nicht seine Art sich auf den Lorbeeren des Erfolges auszuruhen sondern er hat sich ständig mit den Weiterentwicklungen und Herausforderungen in seinen Klassen auseinandergesetzt. Sein großer Einsatz und sein Ehrgeiz trugen dazu bei, dass er im nationalen und internationalen Spitzenfeld erfolgreich bestehen konnte. Mit dem 3.Platz bei der Fesselflug-WM 1984 in den USA hat Heinz mit seinem Partner Fritz Kühnegger seinen wohl größten Erfolg gefeiert, der durch unzählige Siege und Spitzenplatzierungen im Frei- und Fesselflug bis zum Ende seiner aktiven Laufbahn vor knapp 2 Jahren untermauert wurde.
Mit Heinz Nitsche sen. haben wir einen langjährigen Freund und Modellflieger verloren, der den österreichischen Frei- und Fesselfliegern in unvergesslicher Erinnerung bleiben wird.
BFR Max Dillinger
Eckmann Heinrich
Am 10. März 2009 ist nach bald 5-monatigem Krankenhausaufenthalt, wobei es in dieser Zeit keine Heilung mehr gab, Heinrich Eckmann 66-jährig verstorben. 51 Jahre (!) Mitglied beim Modellflugclub Salzburg und Österr.Aero-Club, aber auch langjähriges Mitglied bei der Modellfluggruppe Weitwörth-Nussdorf, vormals Seekirchen, also ein Salzburger Modellflieger der "alten Garde". Einer von den Fliegerkameraden, der immer hilfreich in allen Belangen der Modellfliegerei, auch im Freiflug, zur Verfügung stand.
Als gelernter Fernseh-und Radiotechniker war er ein exzellenter Fachmann für RC-Anlagen und hatte am Anfang der RC-Modellfliegerei leichteren Zugang zur BRAND-Elektronik, dadurch vermittelte er so manchen Salzburger Modellflieger RC-Anlage.
Das Gedenkfliegen zum denkwürdigen Salzburger-Modellflug-Datum: 5.September 1948, welches zum 4.Mal stattfand und wie es das Schicksal wollte, gerade zum 60-Jahr-Jubiläum am 20.September 2008 bei der Kaiserbuche, sollte die letzte Veranstaltung sein. Oder wer erinnert sich nicht gerne an das Motorensammlertreffen beim Bräuwirt in Lengfelden, ehe er kurz darauf ins Krankenhaus kam?
Alle diese Veranstaltungen waren seine Ideen und die Kosten zahlte er meistens selbst aus eigener Tasche! Dank dafür, dass Du ein vorbildlicher Fliegerkamerad gewesen bist, Dank dafür, dass Du von jeden von uns ein offenes Ohr gehabt hast, Dank dafür, daß Du ein Modellflieger aus Leidenschaft gewesen bist!
Du wirst allen Modellfliegern, die Dich gekannt haben sehr fehlen und uns immer in lebhafter Erinnerung bleiben.
Ein letztes herzliches GLÜCK AB - GUT LAND!
Reitterer Ernst
Rachwal Andrzej
Am 24.02.2009 verstarb nach schwerer Krankheit unser guter Freund und Helfer Andrzej Rachwal. Er hat eine große Lücke bei uns hinterlassen.
Er hat mir und vielen anderen Modellfliegern mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Er war selbst sehr erfolgreich auf Welt- und Europameisterschaften und vielen nationalen Wettbewerben. Er hat sich nicht nur in F2A sondern auch im Raketenmodellsport, Fesselrennbootsport und zuletzt mit seiner Jugend auch im Saalflug sehr erfolgreich präsentiert. Er hat in seiner Heimatstadt Dabrowa Gornicza sehr viel für die Jugend getan. Ich habe Andrzej vor 18 Jahren kennen gelernt. Er hat dann meinen Werdegang in F2A erheblich mitbestimmt. Er hat mir seiner Erfahrung als Trainer aber auch als Modellbauer und Motorentuner sehr geholfen, um meine heutigen Leistungen zu erreichen. Zwischen unseren Familien hat sich in dieser Zeit ein sehr enges Verhältnis entwickelt. Sein Tod hat uns sehr getroffen.
Wir werden sein Vermächtnis in Ehren halten.
Gründel Peter
Mühlparzer Erwin
gestorben am 28. Dezember 2008
Erwin ist am 15. Juni 1940 in Stadt Haag (Österreich) geboren und hat hier auch den größten Teil seines Lebens verbracht. Hier war er auch jahrelang beim Roten Kreuz als freiwilliger Helfer tätig und ging auch seiner Leidenschaft, dem Singen, in seiner damals sehr begrenzten Freizeit nach. Ich durfte schon in meiner frühesten Jugend, in den 70er Jahren, mit Erwin meine Bekanntschaft machen. Meine Mutter arbeitete damals in Erwins Tischlereibetrieb in der Buchhaltung. Zu dieser Zeit gründete Erwin auch seinen Betriebsmodellflugclub BMFC – Mühlparzer. Und so begann für mich und viele andere Kinder aus Haag und Umgebung eine lebensprägende Laufbahn. Zu Beginn bauten wir unter Anleitung von Ecker Franz und Erwin kleine Wurfgleiter, Segler und die ersten Fesselflieger. Danach blieb uns völlig freigestellt, welche Modelle wir bauen wollten. So sind natürlich auch einige dem RC-Flug übergetreten. Erwin unterstützte mit Leib und Seele neben seinen eigenen Kindern alle Jugendlichen, die ein bisschen Ambitionen für den Modellflugsport zeigten.
1980 fuhren Erwin, einige Modellsportfreunde und ich zur Fesselflug-Weltmeisterschaft nach Cestochowa in Polen. Hier konnten wir zum ersten Mal Wettbewerbsluft auf höchstem Niveau schnuppern und uns einen Eindruck machen, was Fesselflug wirklich ist. Damals hat mich der `Hafer` gestochen. Er begleitete uns später oft als Mannschaftsführer zu WMs und EMs. Seine sehr gewissenhafte Art, wenn er sich in den Dienst einer Sache gestellt hat, habe ich immer sehr geschätzt, und sucht heute noch seines Gleichen. Viele von euch werden sich noch erinnern, dass Erwin, mit seinem von ihm ins Leben gerufenem Fesselflugtag in Österreich einen kräftigen Impuls für den Modellsport setzte. Seine Unzufriedenheit mit der Struktur des Österreichischen Aeroclubs verlieh er Ausdruck, in dem er den Österreichischen Modellfliegerverband gründete, welchem viele Hobbymodellflieger angehören.
Erwins Herz schlug aber nicht nur für den Fesselflug. Er selbst betrieb den Motorfreiflug in
seiner Jugend. Ich möchte mich bei Erwin bedanken, dass er mir auf den langen Reisen zu den Wettbewerben oft sehr vertrauliche Erfahrungen aus seiner Jugend in der Nachkriegszeit und Lebensbahn erzählt hat. Durch seine lebhaften Erzählungen hatte ich oft das Gefühl, selbst dabei gewesen zu sein. Mit unserer zeit- und gesellschaftskritischen Einstellung teilten Erwin und ich oft gleiche Ansichten. Jetzt nach seinen Tod werden mir oft noch Dinge klar, warum Erwin so gewesen ist. Er ist für mich ein großes Vorbild, was seine Ausstrahlung an Ruhe und Gelassenheit betrifft. Ich bin stolz darauf, Erwin als meinen Freund und Wegbegleiter bezeichnen zu dürfen und freue mich schon auf ein Wiedersehen außerhalb von Zeit und Raum.
Königshofer Rudolf